


Klangwelten der Zupfmusik
Konzert in der Kornmarktkirche in Mühlhausen/Thr.
06.05.2007 17.00 Uhr
Seit Anfang Januar 2007 bereiteten wir uns auf das große Konzert in der Kornmarktkirche in Mühlhausen vor.
Zwei neue Stücke (die Englische Suite von Elke Tober-Vogt und die italienischen Canzonetten von Roland Ganz) übten wir ein. Neben unserer wöchentlichen Übungsstunde am Freitag um 20.00 Uhr bis 21.30 Uhr hat Marco, unser Dirigent, zusätzliche Übungsstunden, dienstags von um 20.00 Uhr – 21.00 Uhr einberufen.
Plakate und Flyer wurden gedruckt. Es wurde reichlich Werbung für unser Konzert gemacht.
Wir fieberten den 06.05.2007 entgegen.
Dann war es endlich soweit. Der 06.05.2007 stand ganz unter dem Motto Klangwelten der Zupfmusik in der Kornmarktkirche Mühlhausen. Um 14.30 Uhr trafen wir uns an der Kirche in Struth. Gegen 15.00 Uhr sind wir in der Kornmarktkirche angekommen.
Die Kornmarktkirche ist ein großes, helles altes Gemäuer, in dem zahlreiche Konzerte, Ausstellungen gegeben werden. In Fachkreisen wird die Kornmarktkirche auch „Music-Hall“ genannt. Es umgaben uns 500 Stühle, ein breiter Chorraum und dahinter ein Vorhang. Jeder bekam am Freitag eine kleine Aufgabe, sei es Stühle aufstellen, Notenständer aufbauen oder Instrumente stimmen. Nachdem dies alles geschehen war, spielten wir kurz noch ein paar Stücke an, um die Akustik in der Kirche wahrzunehmen. Dann noch ein kurzes Proben des Auf- und Abtretens.
Nachdem alles stand, hatten wir ca. noch 40 min um uns zu entspannen. Im Garten der Kornmarktkirche fotografierte Bertram Kieler noch alle Spieler des Orchesters.
Die ersten Konzertbesucher trafen ein und so allmählich füllte sich die Kirche. Gegen 16.40 Uhr versammelten wir uns. Instrumente wurden noch ein letztes Mal nach gestimmt. Dann traten wir hinter den Vorhang. Die Kirchenuhr schlug 17.00 Uhr. Wir stellten uns hinter dem Vorhang auf und jeder ging dann an seinen Platz.
Mit der Ouvertüre in A-Dur von Konrad Wölki stimmten wir das Publikum auf unser Konzert ein.
Bianca verzauberte die Zuhörer durch das Programm mit ihrer schönen, bildhaften Ansage. Sie umschrieb die einzelnen Stücke und die Zuhörer konnten in Phantasien eintauchen, sich entspannen und die Alltagssorgen einmal vergessen.
Neben den neuen Stücken wie Englische Suite von Elke Tober-Vogt und die italienischen Canzonetten spielten wir den Kanon D-Dur nach Johann Pachebell, die Morgenstimmung, in der Halle des Bergkönigs aus der Peer Gynt Suite von Edvard Grieg, die Air nach Bach, den Dresdner Barock. Mit diesen schönen Melodien begeisterten wir die Zuhörer. Gegen 18.00 Uhr als Bianca gerade die irische Suite Planxty O’Carolan ansagte, erklang eine schöne Melodie von der Kirchenuhr. Zu den Sätzen IV. The Wind from the South (Andante) und VI. Down by the Sally Gardens (Andante) probierte sich Bianca am Xylophon. Das Xylophon haben Marco und Hubert erworben und an den langen Winterabenden restauriert. Die Klangfarbe des Xylophons umrahmte die irische Suite.
Am letzten Stück angekommen; das Palladio von Karl Jentkins. Bianca umschrieb es als solche Melodie, die in einem Werbespott für Diamanten verwendet wird. Im Werbespott sind Schatten einer Frau und eines Mannes dargestellt die aufeinander zugehen. Die Musik wird immer schneller und die Töne immer höher und schließlich ist der Werbespott zu Ende.
Nach dem Stück gab es tobenden Beifall von den Zuhörern. So war eine Zugabe nicht ausgeschlossen. Wir spielten das Amazing Grase. Nach diesem Stück konnten sich die Zuhörer nicht mehr auf ihren Stühlen halten. So spielten wir zum Abschluss aus der irischen Suite Planxty O’Carolan den VII. Irish Washerwoman Jig.
Das anspruchsvolle Konzert in der Kornmarktkirche war für uns alle eine neue Herausforderung. Der tobende Applaus des Publikums bereitete uns viel Freude und spornt uns an jeden Freitag weiter zu üben. In allem hatten sich die Übungsstunden gelohnt…